70. Jahrestagung des SBPC: Deutsche Delegation verbindet Vergangenheit und Zukunft

Stand des DWIH São Paulo bei der ExpoT&C, der SBPC-Messe für Wissenschaft und Technologie

Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo (DWIH São Paulo) wird auch bei der 70. Jahrestagung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (SBPC) vertreten sein. In diesem Jahr findet die Veranstaltung vom 22. bis 28. Juli an der Bundesuniversität von Alagoas (UFAL), in Maceió (AL), statt. Zusätzlich zur Organisierung eines Runden Tisches, welcher die Auswirkungen der Digitalisierung in der Hochschulbildung und Forschung diskutiert, präsentiert sich das DWIH wieder mit einem Stand auf der ExpoT&C – die Messe für Wissenschaft und Technologie, die parallel zum wissenschaftlichen Veranstaltungsprogramm stattfindet.

An dem Diskussionsformat „Runder Tisch“ werden zwei deutsche Experten teilnehmen: Friedrich W. Hesse, Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft und Direktor und Gründer des Leibniz-Instituts für Wissensmedien in Tübingen, sowie Raimund Vogl, Direktor für Informationstechnologie an der Universität Münster (WWU). Auf brasilianischer Seite wird der Koordinator des Digitalen Zeitungsarchivs Brasiliens, Vinícius Pontes Martins, vertreten sein und an der Diskussion teilnehmen. Die Aktivität wird von der Wissenschaftlerin Ana Tereza Ribeiro de Vasconcelos vom LNCC (Laboratório Nacional de Computação Científica) moderiert.

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf Lehre und Forschung sowie auf die Arbeit stehen dieses Jahr im Mittelpunkt des DWIH. "Zusätzlich zur SBPC-Jahrestagung werden wir auch beim 7. Deutsch-Brasilianischen Dialog im Bereich Wissenschaft, Forschung und Innovation im kommenden Oktober auf diese Thematik zurückkommen", erwähnt Marcio Weichert, Koordinator des DWIH São Paulo.

ExpoT&C - Vertreter des DWIH São Paulo informieren auf der begleitenden SBPC-Messe für Wissenschaft und Technologie über die Lehre und Forschung in Deutschland sowie über Möglichkeiten für Förderung und Kooperation. An der SBPC Jahrestagung nehmen durchschnittlich 10.000 Menschen teil, wovon ein großer Teil auch die Messe besucht, somit wird für die Aussteller eine hervorragende Sichtbarkeit geschaffen.

Am Stand des DWIH São Paulo erhalten Besucher mit der Ausstellung „Serra da Capybara - die ältesten Siedlungsspuren in Amerika“ mit Fotografien von André Pessoa einen Einblick in die archäologische Arbeit der Region, seine Flora und Fauna, Kultur und lokalen Traditionen. Die Ausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für Forschungsförderung (DFG) konzipiert und bereits in der brasilianischen Botschaft in Berlin und der Stadt Bonn präsentiert.
Die Serra da Capivara ist bekannt für seine einzigartigen archäologischen Stätten und seine beeindruckenden Höhlenmalereien, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Die Überreste werden heute als frühester Beweis für menschliche Besiedlung in Amerika diskutiert.

Markus Reindel vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) ist einer der Wissenschaftler, die an der archäologischen Arbeit beteiligt waren. In diesem Rahmen untersuchte er Pflanzenreste, die Erkenntnisse über die Übergangszeit zwischen der Wirtschaft, die auf Jagen und Sammeln beruhte, und der Landwirtschaft lieferten. Das Projekt erhielt Förderungen der DFG und wurde in einem Dokumentarfilm des ZDF aufbereitet, welcher am Stand zu sehen ist.

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