Abkommen zwischen Brasilien, EU und Südafrika verstärkt die Forschungsarbeiten im Atlantik

Zehn Jahre nach dem ersten Kooperationsabkommen zwischen Brasilien und der Europäischen Union im Bereich Wissenschaft und Technologie, hat ein neues Abkommen die Forschungszusammenarbeit im maritimen Bereich noch zusätzlich verstärkt. Das Abkommen wurde Mitte Juli dieses Jahres unterschrieben. Die Forschungs- und Innovationsinitiative im Südatlantik besteht nicht nur zwischen Brasilien und der EU, sondern schlieβt auch Südafrika ein, die drei Regionen, die vom Ozean bespühlt werden.

Das neue Bündnis, welches auf das Abkommen von Belém getauft wurde, soll die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die marinen Ökosysteme, die Effekte des Klimawandels im Ozean, die Dynamik des Atlantiks und seines Umlaufsystems, welches mit der Antarktis und der Arktis verbunden ist, vertiefen.

“Dieses Abkommen ist operative Wissenschaftsdiplomatie. Sie stärkt unsere Zusammenarbeit mit Brasilien und Südafrika, was es uns ermöglicht wissenschaftliche Ziele besser einzuordnen und die Finanzierung für Forschung und Innovation zu optimieren. Ab sofort werden wir besser darauf vorbereitet sein und mehr Nutzen aus dem Wert der “blauen Wirtschaft” des Atlantischen Ozeans, zu Gunsten der Staatsbürger, ziehen. Dieser Vertrag läutet das Zeitalter einer neuen Ära ein, und zwar der Ära der Blauen Aufklärung”, erklärt Carlos Moedas, Europakommissär, der für Forschung, Wissenschaft und Innovation zuständig ist, während der Unterzeichnung des Abkommens in Lissabon (Portugal).

Die internationale Zusammenarbeit und Datensammlung sind für die Vertragspartner höchste Priorität. Deren Ziel ist es sichere, saubere und auf nachhaltige Art und Weise versorgten Ozeane zu garantieren. Diese Innitiative ist ebenfalls Teil einer Reihe von Kompromissen, die von der EU übernommen werden, im Hinblick auf die Agenda, die sich der nachhaltigen Entwicklung widmet, insbesondere, die der Nummer 14, die sich mit dem submarinen Leben beschätigt.

Seit dem Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2007 arbeiten Brasilien und die EU an mehr als 350 gemeinsamen Projekten. Brasilien belegt im Ranking der teilnehmenden Drittländer des Programmes Horizonte 2020 der EU den fünften Platz, das gröβte Forschungs- und Innovationsprojekt, welches die Union je hatte. Bis Ende 2020 sollen die Investitionen 80 Mrd. Euro erreichen.

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