Deutschland - Forschung und Innovation

Die Wissenschafts- und Innovationslandschaft in Deutschland zeichnet sich durch eine vielfältige Struktur aus und weist eine große Anzahl an Fachgebieten, gut ausgestatteten Forschungseinrichtungen und ExzellenzwissenschaftlerInnen auf. Es gibt verschiedene Zentren für die Entwicklung innovativer Projekte, zum Beispiel Universitäten, Forschungsinstitute, Fachhochschulen, Unternehmen und staatliche Einrichtungen.

Insgesamt gibt es rund 800 öffentliche Forschungseinrichtungen in Deutschland, hinzu kommen die von Privatunternehmen koordinierten Forschungszentren. In bestimmten Regionen arbeiten akademische und wirtschaftliche Einrichtungen im Verbund und sogenannten Clustern, um auf diese Weise einen schnelleren Wissens- und Technologietransfer zu fördern und um Lösungen, Produkte und Dienstleistungen allgemeinen gesellschaftlichen Interesses zu entwickeln.

Das Angebot an den Universitäten und anderen höheren Bildungseinrichtungen in den Bereichen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und in der Entwicklung ist umfassend. Etwa 32 % der Forschenden arbeiten in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften, 29 % in Geistes- und Sozialwissenschaften, 15 % in der Medizin und 3 % in den Agrarwissenschaften.
Rund zwei Drittel der über 90.000 Forschenden arbeiten an Projekten in Universitäten, zusätzlich sind etwa 10.000 DoktorandInnen und über 12.000 WissenschaftlerInnen in der Forschung im medizinischen Bereich an universitären Einrichtungen aktiv.

Deutschland hat mit über 40 Ländern Wissenschaftsabkommen für bilaterale oder multilaterale Kooperationen abgeschlossen. Allein in Brasilien gibt es aktuell fast 500 Vereinbarungen mit höheren Bildungseinrichtungen.
Deutschland ist nicht nur im Bereich Forschung, sondern weltweit auch für die Entwicklung innovativer Projekte bekannt. Nach Angaben der Europäischen Union zufolge wurden 2013 13.425 deutsche Patente bei dem Europäischen Patentamt registriert – damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz zwei.

Die Bereiche Wissenschaft und Technologie werden mit umfangreichen finanziellen Mitteln unterstützt. Zwei Drittel der Mittel für die Forschungsförderung werden von privaten Unternehmen zur Verfügung gestellt, ein Drittel wird mit staatlichen Mitteln finanziert. In der EU liegen die deutschen Investitionen in Innovation auf Platz drei hinter Schweden und Dänemark.

Die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg 1440 war der Anfang der Erfolgsgeschichte „Made in Germany“. Seit Jahrhunderten haben deutsche Innovationen die Welt beeinflusst und stehen für vielfältigen wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Fortschritt.

 

 

 

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